Viele ältere Menschen möchten auch dann in ihrer vertrauten Wohnung bleiben, wenn alltägliche Aufgaben zunehmend schwieriger werden. Das eigene Zuhause bietet bekannte Abläufe, persönliche Erinnerungen und ein gewohntes soziales Umfeld. Gleichzeitig kann der Unterstützungsbedarf schrittweise zunehmen und Angehörige organisatorisch stark fordern.

Eine mögliche Betreuungsform ist die 24-stunden-betreuung. Die Bezeichnung darf allerdings nicht mit einer einzelnen Person verwechselt werden, die ohne Unterbrechung 24 Stunden täglich aktiv arbeitet. Arbeits-, Bereitschafts- und Ruhezeiten müssen entsprechend den geltenden Rahmenbedingungen organisiert werden. Deshalb sollte zunächst genau geklärt werden, wann tatsächlich Unterstützung benötigt wird.

Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zwischen alltäglicher Betreuung und medizinisch beziehungsweise pflegerisch qualifizierten Leistungen. Nicht jede Aufgabe darf oder kann von derselben Betreuungsperson übernommen werden. Ein Versorgungskonzept kann deshalb aus mehreren Bausteinen bestehen, die sich gegenseitig ergänzen.

Auch das Zusammenleben selbst sollte bedacht werden. Wenn eine Betreuungsperson im Haushalt wohnt, spielen Privatsphäre, Rückzugsmöglichkeiten, Gewohnheiten und gegenseitige Erwartungen eine wichtige Rolle. Regelmäßige Gespräche helfen dabei, Veränderungen des Unterstützungsbedarfs frühzeitig zu erkennen.

 

 

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